8. Adventskalender Blogpost

Es ist der 8.12.2017 und die liebe Nicismess bat mich ein Teil ihres Adventskalenders 2017 zu sein.
Neben der Tatsache Gastbloggerin bei einer so lieben Person sein zu dürfen, freut es mich auch, dass so viele über die Umfrageoption bei Instagram ab – und für “ wer steckt hinter Konfetti_wunder“ gestimmt haben.
Wo beginne ich ? Ein Portfolio über mich selbst habe ich noch nie wirklich erstellen gemusst, man selbst sieht sich ja oft anders als viele im näheren Umfeld einen wahrnehmen und daher ist dies eine wirkliche Herausforderung für mich.
Aber was tut man nicht alles um der Blogger – Gesellschaft gerecht zu werden *hust*.
Beginnen wir mal an dem Punkt, an den ich mich null erinnern kann. Klar, ich war ja auch gerade mal 49 cm klein, 2850 Gramm leicht und mein Gehirn kannte noch nichts ausser die Innereien meiner Mutter und den kurzen Schockmoment als ich das erste Mal das Licht der Welt erblickte. Es war der 15.10.1985 und als würde ich über Trias, Jura oder der Kreidezeit berichten, ist all das was ich schreibe nur das Resultat von Erzählungen.
Geboren bin ich im Osten ( irgendwie habe ich jetzt einen Ohrwurm von Sido *Bilder im Kopf* ) und noch vor dem Jahre 1990 durften wir das damals für uns unbekannte Land „der Westen“ betreten. Gemeinsam mit meinen Eltern und meiner Schwester , die sechs Jahre älter ist als ich ( ich hoffe sie liest das nicht, denn offiziell sind wir ja ewige 25, Zwillinge und werden niemals älter als 30 ) wohnten wir eine lange Zeit in Mannheim , Neckarstadt Ost und dort ging ich in den Kindergarten, zur Grundschule und besuchte dann auch dort das Sportgymnasium. Oooooh wie jetzt alle erstmal googlen, was es heisst auf einem S p o r t – Gymnasium zu sein. Ab hier endet die Zeit des Erdmittelalters und ich weiß wieder von was ich schreibe. Sportgymnasium: Nichts besonderes, denn die 5 in Mathe war die selbe wie bei meiner Schwester, die eine andere Schule besuchte. Nur der Unterscheid ist, dass Mathe eben ganz einfach mit dem Hauptfach Sport auszugleichen war. ( ok, meine Schwester war nicht so mies im Rechnen, dafür hatte sie eben woanders ne 5 )
Meine Schulwoche, wenn ich sie auch tatsächlich 100 Prozent absolvierte, belief sich auf mehr Stunden Sport im praktischen wie auch theoretischen Teil als die Stunden Mathe. Denn dank des Systems durfte ich, ach was schreibe ich da , wurde mir ans Herz gelegt, Mathe doch bitte „abzuwählen“. Das musste man mir nicht zweimal sagen.
Ich war schon immer eher der sprachliche Typ, liebte Sport in allen Variationen und fühlte mich mit den Wahlfächern gleich sicherer. Französisch, Englisch, Chinesisch wie auch jegliche Art von Körperaktivität, als auch Deutsch und Kunst waren meine Fachgebiete. Alles was mit Formeln, Zahlen allgemein oder eben mit Dingen die die Welt nicht braucht zu tun hatte, phew das war einfach nichts für mich. Aber nun zurück zu Lück, unterm Strich war ich eine gute Schülerin und sind wir mal ehrlich wer zum Teufel braucht heute noch den Satz des Pythagoras? Mir war klar, dass ich niemals etwas arbeiten werde, dessen fundamentalen Satz der euklidischen Geometrie entstammte.
Deswegen lassen wir mal die Katheten- und Hypotenusenquadrate ihre Wege gehen und widmen uns dem, was ihr von mir lesen wollt. ( oder auch nicht )
Nun gut, nachdem ich meinen schulische Werdegang beendet hatte, ging es um „Money, Money … Money“ – genau , Madame wollte Geld verdienen und entschied sich gegen den Mainstream von Studenten und für die harte Arbeitswelt. Ich lernte damals einen Spieler der Adler Mannheim kennen ( nicht dass jemand denkt ich sei ein Eishockeyfan – zu dem Zeitpunkt wusste ich nicht mal dass wir eine eigene Mannschaft haben), mit dem ich noch heute sehr gut befreundet bin. Jedenfalls durfte ich durch Vitamin B eine Ausbildung im Hotel beginnen. Der Anfang von dem, was ich heute bin : Workaholic !
Ich machte meine Ausbildung eins A, liebte meinen Job und die Möglichkeiten die mir dank der umfangreichen Kenntnisse gegeben wurde.
Mein Weg führte nach München. Meine Lieblingsstadt neben Paris, Amsterdam und Stockholm. Dort begann ich als kleine Empfangsmitarbeiterin und wuchs innerhalb kurzer Zeit zu der Reservierungsleitung heran.
Facettenreiche Menschen lernte ich kennen, lieben und hassen.
Habe ich tatsächlich das Wort Hass benutzt ? Oh ja, das tat ich. Denn in D E M Job erkennt man all seine emotionalen Geheimnisse.
2008 wurde mein Sohn geboren, ein typischer Bayer. In der Klinik mitten im chinesischen Garten bekam Konfetti_Wunder ihren Sprössling. Klein, wie Mama und zuckersüss war er auch.
Mama sein veränderte alles .
Die sonst so feierlustige, freilebende und spontane Chrissy entwickelte sich zu einer Frau. Jap, einer Muddi – einer waschechten Mama.
Tja, da lebten wir nun. In München. In einer Stadt, in der alles möglich war.
Aber… ich entschied mich zurück zu meiner Familie zu ziehen. In Mannheim angekommen, begannen wir einen Neustart und ich bin heute sehr glücklich darüber.
Ich möchte gar nicht weiter ins Detail gehen, denn immerhin soll das ein Blogpost werden und keine Zusammenfassung einer Selbsthilfegruppe für alleinerziehende Mütter.
Mit 3 Jahren wurde Leon ein Kindergartenkind und Mama zum Management in der Gastronomie.
Da mein Sohn aber immer Priorität hatte und hat, warf ich bald das Handtuch und reduzierte meine Arbeitsstunden. Tja und da bin ich nun. In der Neurologie.
Seit gefühlten Jahrzehnten arbeite ich nun in der Reha und liebe es die vielen verschiedenen Menschen um mich zu haben, ihnen wieder eine Perspektive geben zu können und viele den Mut zurück zugeben, dass das  Leben wieder einen Sinn macht.
Außerdem habe ich hier echt klasse Weiber kennengelernt.Kennt ihr diese Menschen, bei denen ihr sofort wisst : Yes Baby, die ist klasse.
Genau so habe ich meine besten Freundinnen kennengelernt.
Die darauffolgenden Jahre waren durchwachsen, mit Höhen und Tiefen – mit Plus – aber auch eine Menge Minusmenschen. Ich lernte schnell sich auf sich selbst verlassen zu müssen, eigen Iniative zu erwecken und oftmals mit dem Kopf durch die Wand zu rennen. Nicht immer schmerzfrei, aber ich nahm einige Erfahrungen mit – die mich zu dem machen was ich heute bin. Menschen in meinem Umfeld attesitieren mir eine humorvolle, kommunikative und ehrliche, wie auch liebevolle und leider auch sehr perfektionistische Person. Ich vergebe oft, vergesse aber nie. Und im Allgemeinen lasse ich mir ungern in die Karten schauen, mag es nicht wenn man Launen hat wie das Fähnchen im Wind und schon gar nicht wenn man mich enttäuscht ( naja wer steht da schon freiwillig drauf ? )
Nun, und mit all dem was ich in den Jahren erlebt habe, war ich bereit meinen Mann kennenzulernen.
Ob er es einfach mit mir hat ? *prust* ich möchte mich dazu nicht äußern. Er liebt mich, und er hat mich dieses Jahr geheiratet – also kann es so schlimm nicht sein 🙂
Patrick ist der Mann, den Gott mir bereit gehalten hat für eine Zeit in der ich das zu schätzen weiß. Viele würden sagen : Hach wieso habe ich dich nicht früher kennengelernt?“ Ich sage : “ Puh Gott sei Dank hast du mich nicht früher an der Backe gehabt“. Denn ich bin ja voll der Karma – Mensch und glaube dass mein Mann so wertvoll ist, dass ich erst einige gute Taten vollbringen musste, bis ich ihn haben durfte. Naja, manchmal muss man eben einige Frösche küssen, bis man den richtigen gefunden hat – der dann zum Prinz wird.
Nun wohnen wir als kleine Familie am Rande von Mannheim, lieben und leben und sind froh dass alles so gekommen ist wie es nun ist.
Einige von Euch haben mich gefragt wie ich zu Instagram gekommen bin und mit welchem Blickwinkel ich das betrachte.
Ich habe Instagram vor zwei Jahren eher als Projekt der Selbstfindung aktiviert, weniger als Galerie. Ich wollte mich inspirieren lassen und hätte wirklich niemals damit gerechnet dass ich heute an dem Punkt bin, wo ich mich befinde. Ich gehöre sicherlich noch zu den kleinen unter all den großen Feeds, aber ich denke dass Zahlen keine Rolle spielen, solange man das alles mit Spaß und Freude an der Fotografie macht. Es gibt immer zwei Seiten der Medaille, aber ich habe gelernt mich auf das P o s i t i v e zu konzentrieren und aus allem, was sich als Hürde entpuppt, etwas Gutes zu ziehen. Ich mag es Motive in Szene zu setzen, mich mit anderen auszutauschen und kann von Inspiration nie genug bekommen. Meine Texte verfasse ich “ frei Schnauze “ und nehme auch kein Blatt vor dem Mund. Wenn es mal einen Tag gibt, an dem eben mal nicht alles froh und heiter gelaufen ist – dann stehe ich dazu. Mein Leben ist nicht perfekt und so soll es auch bei Instagram gezeigt werden : ein Leben, wie bei den meisten von uns allen.
Ob ich mich als Influencer sehe ? Hmmmm, auch da hatte ich des Öfteren erwähnt, dass ich den Begriff ja an sich nicht mag. Denn für mich wirkt das Wort ja eher abschreckend. “ Ich möchte ja niemanden etwas andrehen, nur um mich selbst zu pushen“. ich bin eher die gute Freundin, die anderen ein Produkt empfiehlt was sie wirklich für super empfindet. Ich habe schon einiges abgelehnt weil der Artikel entweder nicht zu mir gepasst hat oder die Zufriedenheit zu wünschen übrig liess.
Von daher möchte ich nochmal explizit darauf hinweisen, dass ich authentische Menschen schätze und selbst auch so wahrgenommen werden möchte.
Mein Blog / Feed ist abwechslungsreich, wieso ich mich selbst vielleicht auch als Lifestylebloggerin bezeichne.
Was ich von Instagram erwarte ?
Nichts. Vielleicht es genau das, was meine Person und mein Account ausmacht. Ich lebe nicht davon, stattdessen freue ich mich über neue Bekanntschaften, neue Menschen und Inspirationen.
Eine Reihe von Bildern , die die sozialen Netzwerke bunter , freundlicher und echter wirken lassen.
Ein Teil davon sein zu dürfen und damit minimale Erfolge zu erzielen, ja ihr Lieben – das macht mich happy.
Was mir aber ganz wichtig ist: es ist nur eine Plattform. Reale Kontakte, die Familie und wirkliche Freunde sind viel mehr wert als drölftausen Likes, eine Billion Kommentare und abertausende Follower.
Bleibt authentisch, realistisch und vor allem die Person, die ihr vor dem „Anmelde“ Button wart – denn Instagram kann nur ein Hype sein, das echte Leben bleibt.
Eine schöne Weihnachtszeit wünsche ich Euch allen und ich freue mich auf viele neue Profile, neue Menschen, Kulturen und Feeds, die zum Träumen einladen, zum Nachdenken anregen und die Kommunikation untereinander fördern.
Alles Liebe , Eure Chrissy
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